Geschichte der Gedenkstätte Dora- Mittelbau 
 
28.August 1943
Nach der Bombardierung der Heeresversuchsanstalt Peenemünde entsteht das Lager "Dora" als Außenlager des KZ Buchenwald
 
ab September 1943
Ständig eintreffende Häftlingstransporte werden zu Ausbauarbeiten im Stollensystem des Kohnsteins eingesetzt
 
November 1943
 Die "Mittelwerk-GmbH" wird gegründet und erhält den Auftrag für die Serienproduktion der "A4" (V2)-Raketen
 
Januar 1944
Die ersten 52 "V2" verlassen das "Mittelwerk". Im selben Monat kommen 679 Häftlinge um.
 
Februar 1944
Der Bau des lagereigenen Krematoriums beginnt.
 
31.Juli 1944
Die Lagerstärke des Außenlagers "Dora" beträgt 11.675 Häftlinge.
 
August 1944
Die "V1"-Produktion im Kohnstein läuft an.
 
1.Oktober 1944
Das Außenlager "Dora" wird zum selbständigen KZ "Mittelbau" mit 30 Außenkommandos.
 
Dezember 1944
Weitere Rüstungsprogramme werden ins "Mittelwerk" verlagert.
 
ab Januar 1945
Mit der Auflösung der KZ-Lager im Osten werden immer mehr Häftlinge nach "Dora-Mittelbau" verlegt.
 
Anfang April 1945
Die sog. "Evakuierung" (Todesmärsche) des Stammlagers sowie der Außenlager beginnt.
 
11.April 1945
Die ersten US-Soldaten betreten das Lager und die Stollen.
 
bis Ende Juni 1945
Etwa 100 komplette "A4"-Raketen, wertvolle Dokumente sowie Raketenteile werden von den Amerikanern geborgen und abtransportiert.
 
Juli 1945
Die Rekonstruktion der "A4" beginnt im sogenannten "Zentralwerk" Bleicherode unter Leitung sowjetischer Offiziere.
 
November 1945
Das ehemalige KZ-Gelände wird Quarantänelager für Umsiedler (bis August 1946)
 
Oktober 1946
Das "Zentralwerk" wird aufgelöst und mit Teilen der Belegschaft in die Sowjetunion verlagert.
 
1948
Die Eingänge zu den Fahrstollen A und B werden von sowjetischer Seite aus gesprengt.
 
September 1963
Der Rat der Stadt Nordhausen beschließt die Errichtung einer Mahn- und Gedenkstätte.
 
6.April 1966
Im ehemaligen Krematorium wird eine erste Ausstellung eröffnet.
 
April 1973
Eine neugestaltete Ausstellung mit vier Räumen wird eingeweiht.
 
November 1979
In der ehemaligen Feuerwache wird die Sammlung "Kunst hinter Stacheldraht" erstmals gezeigt.
 
ab 1991
Die Arbeiten zur Umgestaltung der Gedenkstätte, des Museums und zur Öffnung des Stollens B beginnen.
 
11. April 1995
Eine Ausstellung anläßlich des 50. Jahrestages der Befreiung des KZ Mittelbau wird in einer rekonstruierten Häftlingsunterkunft eröffnet.

2000
Expo 2000 Projekt: „Modernität und Barbarei“